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Herbst am Hohenstein

von
Hohenstein

Einer unserer Lieblings-Kraftorte ist der Hohenstein im Weserbergland, ein unter Naturschutz stehendes Hochplateau bei Hessisch Oldendorf im Süntel, an dem die Kalksteinklippen schroff 50 Meter in die Tiefe fallen und einen atemberaubenden Blick eröffnen über das Wesertal. Ein wunderbarer, sonniger Kraftplatz, um nicht nur einen fantastischen Weitblick zu genießen, sondern auch, um so richtig aufzutanken. Besonders schön ist der Aufstieg dorthin jetzt im Herbst, wenn sich die Blätter des Buchenwaldes langsam färben und lichten oder im Frühling, wenn sie noch gar nicht ausgetrieben sind und weite Bärlauchfelder und Frühblüher, wie Himmelsschlüssel und Buschwindröschen den Boden wie ein grandioser Teppich bedecken.

Sagenumwobener Kraftort
Das hier ein heilger Ort war, bezeugt schon der Name Süntel. Sünte-Loh bedeutet Heiliger Wald. Das aber insbesondere der Hohenstein ein besonderer und sehr alter Kraftort ist, wussten schon die Germanen. So sind den christianisierenden Franken in der Umgebung des Hohensteins, wie an anderen germanischen Heiligtümern auch, blutige Schlachten geliefert worden. Insbesondere die Schlacht zwischen dem Germanen Widukind und dem Frankenheer Karls des Großen 782 im tief eingeschnittenen Tal an der Westseite des Hohensteins, welches seitdem »Totental« heißt, hat dem friedlichen und wunderschönen Bach, der unweit dem »Totental« der »Blutbachquelle« entspringt, seinen Namen verliehen, soll sich doch sein Wasser bei dieser Schlacht blutrot gefärbt haben. Alte Germanische Kraftorte erkennt man oft daran, dass sie zu Zeiten der Christianisierung verteufelt wurden, wovon dann teuflische Ortsnamen und zahlreiche böse Sagen, wie z.B. die vom altem Baxmann, nachzulesen auf einer Tafel an der Baxmannbaude, heute noch zeugen. Die energetische Wirkung der alten Kultstätten, genau wie die der alten Hoch-Zeiten und Jahreskreisfeste waren bekanntlich der Kirche mit absolutistischen Herrschaftsansprüchen nicht dienlich.

 

 

Startpunkt der Wanderung
Wir starten für einen Besuch des Hohensteins immmer am Wanderer-Parkplatz Försterlaube. Vom Parkplatz aus geht es zunächst ca. 1 km hinab ins Tal zur Baxmannbaude. Hier wird Samstags und Sonntags eine kleine Waldschankwirtschaft betrieben, die mit selbstgebackenem Kuchen, Beerenweinen, Salaten und anderen Köstlichkeiten aufwartet. Schon vor dem Erreichen der Baxmannbaude eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die  Landschaft. Nicht nur Kinder, auch wir lieben dieses sonnige Tal, durch das jetzt ganz friedlich der Blutbach fließt, und an einer Brücke in der Talsohle bietet das flache breite Bachbett schöne Spielmöglichkeiten, nicht nur für Kinder.

 

 

Geomantische Experimente
Während wir, wie immer, vor dem kurzen, aber knackigen Aufstieg für ein kleines Picknick an diesem sonnigen Platz verweilten, wunderte Werner sich sehr, dass alle Kühe auf der Wiese trotz der mild scheinenden Herbstsonne anscheinend lieber im Schatten blieben. Wie wir aus unserer geomantischen Praxis wissen und es auch besonders bei der Entstörung auf dem CSA Hof Pente, über die wir hier berichteten, nochmal unmittelbar erfahren haben, sind Kühe bezüglich geomantischer Störungen überaus empfindlich und meiden diese wo immer es irgendwie geht. Dieses Wissen darum, dass Kühe, wie übrigens auch Pferde und Hunde sogenannte Strahlenflüchter sind, hat man sich früher für die Wahl eines guten Platzes zu Nutze gemacht und hat als Bauplatz für ein Haus Orte ausgewählt, an denen auch Kühe sich sehr gerne aufhalten. Der folglich naheliegende Verdacht, dass diese Weide geomantisch gestört war, bestätigte sich beim genaueren einfühlen. Da wir immer wieder, wenn wir in der Natur unterwegs sind, auch besondere Orte in der Natur entstören dürfen, schritt Werner zur Tat, während unmittelbar darauf sich die Kühe in Bewegung setzten, um die ganze Weide für sich einzunehmen.

 

 

Seltene Pflanzen
Wenn wir im Frühling auch zum  Hohenstein kommen, um Bärlauch zu sammeln, worüber wir auf dem lovelylifeblog hier schon mal berichtet haben, waren wir diesmal da, um eine Stelle mit wildem Alant zu besuchen und um erstmalig vor dem Herbstneumond eine klitzekleine Wurzel für die Rauhnacht-Räucherungen dort zu graben. Alant heißt im Volksmund auch Elbenampfer, weil man in seiner Nähe besonders gut mit den Elfen sprechen kann. Ich liebe diese heilkräftige, wunderschöne Sonnenpflanze und werde über die Räucherung mit ihrer duftenden Wurzel berichten. Getrocknet habe ich sie schon. Alant bringt in dunklen Tagen die Sonne ins Herz und das Licht in die Seele zurück. Mit seinem Rauch können wir uns eingehüllt, beschützt und geborgen fühlen. Wir bewunderten die letzten strahlenden Blüten, bevor die Natur sich endgültig zum Ausruhen zurückzieht für dieses Jahr, um dann nach der Sonnenwende langsam wieder zu neuem Leben zu erwachen.

 

 

Der Aufstieg
Nach der Querung des Blutbaches bei der Baxmannbaude gibt es 2 Möglichkeiten, das Hochplateau am Hirschsprung zu erreichen. Geradeaus führt ein steiler Treppenweg direkt und alternativ dazu schlängelt sich ein breiter, bequemer Waldweg, den Treppenweg immer wieder kreuzend, serpentinenartig den Berg hinauf. Am Wochenende darf man an diesem beliebten und leicht zu erreichenden Ausflugsziel am Felsenriff aus Korallenoolith allerdings keine Einsamkeit erwarten, was meiner Freude dort oben allerdings keinen Abbruch tut.

 

 

 

Am Blutbach entlang
Nach einem ausgiebigen Aufenthalt oben sind wir diesmal auf dem selben Weg zurück ins Tal, um dann nochmal am Blutbach in Richtung seiner Quelle entlangzuwandern, was besonders am späten Nachmittag sonnenbeschienen wunderschön ist. Die Quelle selbst haben wir diesmal nicht erreicht, sondern sind vorher umgekehrt, aber lieber Hohenstein, wir kommen auf jeden Fall wieder, spätestens wenn der Bärlauch wieder aus der Erde schaut….

 

 

Tour-Beschreibung
Als Startpunkt für eine Wanderung und einen Besuch des Hohensteins empfiehlt sich der Wanderer-Parkplatz Försterlaube. Das ist nördlich von Zersen, der erste Wandererparkplatz der Straße von Zersen nach Langenfeld. Vom Parkplatz aus geht es zunächst ca. 1 km hinab ins Tal zur Baxmannbaude und dann geradeaus den Blutbach querend auf direktem Weg über den steilen, zuweilen auch rutschigen Treppenweg oder serpentinenartig über einen bequemen Waldweg, der den Treppenweg immer wieder kreuzt direkt hinauf zum Hirschsprung. Wer noch weiterwandern möchte, kann den Weg östlich entlang der Felsenkante, vorbei an der Teufelskanzel und dann über ausgezeichnete Wanderwege, vorbei am Dachtelfeld, den Süntelbuchen und an Langenfeld zum Ausgangspunkt zurückwandern. Auch wenn an der Baxmannbaude eine Übersichtskarte aufgestellt ist, empfiehlt es für den langen Rückweg auf jeden Fall eine eigene Wanderkarte, z.B. diese hier, dabei zu haben.

 

Hohensteinkarte

 

Wir sind dankbar für die sonnigen, warmen Herbsttage, die wir noch Ende Oktober geschenkt bekommen haben und freuen uns trotzdem schon auf den nächsten Ausflug zum Hohenstein, spätestens im Frühjahr, wenn die Natur wieder erwacht ist. Jetzt dürfen wir zusammen mit Mutter Erde auch ein wenig ausruhen, die Ernte des Jahres genießen, in unserem Fall unter anderem ein Buch und auch die schöne Website hier und uns über all das freuen, während wir uns mit großen Schritten schon wieder auf die Rauhnächte zubewegen, wo unsere spirituellen Samen für das kommende Jahr gelegt werden wollen. Zeit also, in uns zu gehen und schonmal zu spüren, was im nächsten Jahr gesät und später auch geerntet werden will.

 

Wer war schon mal selbst am Hohenstein? Was sind Deine Erfahrungen mit dem Hohenstein oder Deine liebsten Kraftorte? Wir freuen uns über Kommentare! Bald schon gibt es hier eine Karte für die Kraftortsuche. In unsere Facebook Gruppe geht es hier.

 

Herzensgrüße!

Anne

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In Heilen Räumen leben

Neue Geomantie ist das Wissen und die Fertigkeiten, die die Menschheit über Jahrzentausende bereits einmal gehabt hat. Dieses Wissen kehrt nun wieder zurück und mit ihm die energetischen Schlüssel in Form uralter Symbole und die mentale Befähigung, alle geomantischen Störungen nachhaltig zu beseitigen. Zudem dürfen wir Räume energetisieren, Kraftplätze schaffen, natürliche Kraftorte wie Chakrenfelder der Erde heilen und schützen, geomantische Landwirtschaft und Tierhaltung erproben.

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