Segen der Quelle – Klang der Gemeinschaft –
Fest der Sonnenwende
Als Exkursion zur Wasserkuppe und in Vorbereitung auf unsere Festakte zur Sonnenwende pilgerten wir am nächsten Morgen gemeinsam zur Fuldaquelle. In einer unendlich schönen Stimmung energetisierten wir die Quelle geomantisch, ließen die Kristallklänge der Wasserzepter und Pentonias gemeinsam mit unseren Stimmen erklingen und schöpften schließlich »Heiliges Wasser« für den siebten Behälter unserer Wasserbar.



Die Fülle der wilden Wiesen
Die umliegenden wilden Blumenwiesen luden zu Pflanzenbegegnungen und zum Sammeln ein und wurden – achtsam beerntet – zu einer schier unerschöpflichen Quelle für die Zubereitung wilder Speisen: für Wildkräutersalat und Kräuterbutter, für das Binden wilder Blumenkränze und den Schmuck unserer Festtafel. Überall fanden sich Blüten, Gräser und Kräuter, die ihren Weg aus den Wiesen in unsere Hände, unsere Küche und schließlich auf unsere Tafel fanden.
So wurde die Landschaft selbst zu einem Teil unseres Festes: Was unmittelbar um uns herum wuchs und blühte, nährte und schmückte uns und ließ uns die sommerliche Fülle dieses Ortes mit allen Sinnen erfahren. Ein schönes Erinnern daran, wie reich uns die Natur beschenkt, wenn wir ihr aufmerksam begegnen, aus ihrer Fülle schöpfen und uns wieder bewusst mit ihr verbinden.



Sonnenwendhain & Wiesenrefugium
Auf der Obstwiese des Hotels »Sonnentau« entstanden in wunderbarem Zusammenwirken die schönsten Blumenkränze und ein liebevoll vorbereiteter Fest- und Ritualraum: mit Lampions und Lichterketten in den Obstbäumen, Sitzinseln, einem von Anett Maria und weiteren Mitwirkenden eigens gestaltetem Naturwesenplatz, einem Feuerring und Feuerplatz sowie rituell gestalteten und handgetauchten Bienenwachs-Sonnenwendkerzen von Bettina und der Regionalgruppe Vorarlberg/Appenzell. Das Wachs dafür war eine Gabe von Tobias aus seiner geomantischen Bienenhaltung.
Alle haben mitgewirkt: beim Aufhängen der Lampions, beim Binden der Kränze und Sträuße, beim Zubereiten der wilden Speisen, beim Befüllen der Wasserbar, dem Aufbau des Buffets und beim Decken und Schmücken der Tafel. Aus einer sommerlichen Obstwiese wurde in kürzester Zeit ein lebendiger, liebevoll geschmückter Sonnenwendhain unter freiem Himmel – ein gemeinschaftlich geschaffenes Wiesenrefugium zwischen blühender Natur, Feuer und Licht, bereit für unser Fest. Danke allen Mitwirkenden für dieses unendlich zauberhafte gemeinsame Wirken!




Reinigungs- & Segnungszeremonie
Bei der unser Fest eröffnenden Reinigungszeremonie zog der aufsteigende Rauch heimischer Kräuter und Pflanzen durch unsere Reihen und über die Obstwiese, verband sich mit dem Duft des Sommers und markierte den Übergang vom geschäftigen Vorbereiten in einen bewussten, stilleren Moment des Innehaltens.
Nacheinander ließen wir uns von Maria und Stefan vom Rauch umhüllen, reinigen und segnen – als Zeichen der Ausrichtung und des bewussten Eintretens in den gemeinsamen Raum. Was jeder und jede Einzelne mitgebracht hatte, durfte für einen Moment still werden. Wir richteten unsere Aufmerksamkeit auf die Erde unter unseren Füßen, auf die Natur um uns herum, auf das Feuer und die Sonne und auf die Gemeinschaft, in der wir diesen besonderen Zeitpunkt im Jahreskreis miteinander begingen.
Die Segnung galt dabei nicht nur uns Menschen. Sie schloss den Ort, die Bäume und Pflanzen, die sichtbaren und für uns unsichtbaren Wesen der Landschaft und Mama Gaia mit ein. So entstand ein Moment tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit – für die Fülle des Sommers, für das Licht und für alles, was in den vergangenen Monaten wachsen und reifen durfte.
Mit der Sommersonnenwende erreichte das Licht seinen Höhepunkt und zugleich seinen Wendepunkt. In diesem Bewusstsein eröffneten wir unser Fest: gereinigt, ausgerichtet und miteinander verbunden – bereit, die Kraft der Sonne und das Leben in seiner ganzen sommerlichen Fülle zu feiern.



Die Wasserbar – lebendiger Quellenschatz
Vor dem Panorama von Fladungen, umgeben von festlich geschmückten Sitzinseln unter Lampions, fand unsere Wasserbar ihren Heiligen Platz. In den wundervollen, eigens von Markus dafür angeschafften Vitajuwel-Wasserbehältnissen, zusammengetragen aus drei Ländern, befanden sich Wasser aus sieben von uns und unserem Kreis geomantisch energetisierten Heiligen Quellen. An ihr vereinten sich Landschaften, Geschichten, Elemente-, Planeten- und Sternbild-Schwingungen zu einem lebendigen Quellenschatz, der beim Wasser-Apéro zum achtsamen Verkosten, Vergleichen und Erleben der Vielfalt und Geschmäcker lebendiger und heiliger Quellwasser einlud.
Das Wasser der Fuldaquelle hatten wir am Morgen gemeinsam geschöpft. Die Lamme-Quelle im niedersächsischen Lamspringe, die wir bereits 2019 während unseres ersten Wasser-Workshops geomantisch energetisiert hatten, wurde von Charlotte und Therese besucht. Stephanie brachte das kostbare 13er-Wasser aus dem Paterzeller Eibenwald mit.
Roland und Michaela holten Wasser von der Kretzboden-Alpe im Bezauer Vorsäß Schönenbach, an der wir im vergangenen Jahr während eines weiteren Wasser-Workshops erstmals ein Quellenhüterritual gefeiert hatten. Außerdem brachten sie Wasser von der von ihnen energetisierten Wäldlebodenquelle in Vorarlberg mit.
Sabine und Georg waren die Wasserträger der Quelle im fränkischen Baiersdorf, während Meggy das am weitesten gereiste Wasser aus der Schöfter Quelle in Tirol mitgebracht hatte.
Alle sieben Quellwasser tragen nicht nur die »Heilige Schwingung«, sondern auch die Energien von Planeten und sogar von Sternbildern in ihrer energetischen Signatur. Welch kosmische Vielfalt vereint im kostbaren Wasser!

Nach dem belebenden und so köstlichen Quellwasser-Apéro nahmen wir mit am von Markus bereitgestellten Original-Feuerring meisterlich zubereiteten Raclettebroten, mit Wildkräutersalat, handgebackenem Rhöner Bauernbrot der Großmutter des Hauses, in aller Frühe frisch zubereiteter Wildkräuterbutter sowie weiteren Köstlichkeiten des reichhaltigen Buffets voller regionaler und liebevoll zubereiteter Spezialitäten an unserer festlich gedeckten, fast 30 Meter langen Tafel unter dem wolkenfreien Himmel der Rhön Platz.
Tafelzauber unter Sternen
Eingebettet zwischen Blumenwiesen, Lampions und Sommerabend entfaltete die festliche Tafel im Abendlicht eine ganz besondere Magie, die Markus mit seiner berührenden Tischrede zur Mittsommernacht poetisch verzauberte. So wurde das Festmahl weit mehr als ein gemeinsames Essen – es wurde zu einem Ausdruck gelebter Gemeinschaft, erfüllt von verbindenden Gesprächen, herzlichem Lachen, tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit, diesen Moment miteinander zu teilen.




Und so ging dieser lange Sonnenwendtag allmählich in eine sternenklare Mittsommernacht über. Nach dem komödiantischen Festprogramm mit dem Minnelied des Barden, der Chronik eines Erdenhüters, tragischkomischen und clownesken Abenteuern um das Ei – eine geomantische Urform – und, als Höhepunkt, der Welturaufführung des schalkhaftesten Lustspiels aller Zeiten um die mantische Kavallerie und einen außerirdischen Drachenreiter – dessen Klang, Bilderreichtum und Wortwitz denen vorbehalten bleiben dürfen, die dort waren – wurde im Schein des Feuers, der Kerzen, Fackeln und der Lampions, unter dem weiten Sternenhimmel der Rhön, gelacht, getanzt, erzählt und im Glanz der abendlichen Tafel bis tief in die Nacht gefeiert.
Stille Nacht – bewegte Herzen
Stimmen, Gelächter und glückliche Gesichter erfüllten beim »Silent Dance« die Obstwiese, Gläser wurden erhoben, Begegnungen vertieft – und über allem lag diese besondere Atmosphäre eines Festes, das aus dem gemeinsamen Wissen und Wirken aller entstanden war.


Höhepunkt des Lichtes
Für einige Stunden kam alles zusammen: die Schönheit des Ortes, die Wärme des Sommers, die Fülle der Natur, Feuer und Licht, Musik und Lebensfreude, alte und neue Freundschaften und die tiefe Verbundenheit unserer Gemeinschaft. Wir feierten den Höhepunkt des Lichtes – und zugleich das Leben selbst.

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